Der Stoff Elastan, auch unter der Bezeichnung Lycra bekannt, ist eine synthetische Faser, die sich durch außergewöhnliche Elastizität hervorhebt. Er ist stärker sowie haltbarer als Gummi und wird mit vier verschiedenen Methoden hergestellt. Dazu gehören unter anderem die Schmelzextrusion und das Trockenspinnverfahren. Beide Arten sind der erste Schritt, um über Monomere Prepolymer zu produzieren. Sobald das Prepolymer gebildet ist, reagiert es in verschiedenen Weisen und kann zu einer sehr langen Faser gezogen werden. Dabei wird heute die Methode des Trockenspinnverfahrens in über 94,5 % der Herstellungen weltweit verwendet.
Doch wie funktioniert das genau und welcher chemischer Aufbau liegt dem Stoff Elastan zugrunde? Im ersten Schritt des Trockenspinnverfahrens wird das Prepolymer gebildet. Dies geschieht durch eine Molekülverbindung aus Glykol und Diisocyanat. Diese beiden Verbindungen werden zusammen in einem Reaktionsgefäß gemischt und der Stoff Prepolymer entsteht. Ist das getan, wird eine Reaktion zwischen dem Prepolymer und der gleichen Menge an Diamin hervorgerufen. Diese ist auch als sogenannte „Kettenverlängerungsreaktion“ bekannt. Das resultierende Ergebnis wird anschließend mit einem Lösungsmittel verdünnt, damit das Faserprodukt für das Trockenspinnverfahren dünner wird und leichter zu handhaben ist. Die Spinnlösung wird nun in eine zylindrische Zelle gepumpt, wo sie in Fasern umgewandelt wird. Dabei werden die Stränge beheizt und mit Stickstoff vermischt. Dieser Prozess führt dazu, dass das enthaltene flüssige Polymer chemisch reagiert und solide Stränge gebildet werden.
Wenn die Fasern nun die Zelle verlassen, werden sie so gebündelt, dass sie sich in feste Stränge verwandeln und die gewünschte Dicke erreichen. Jede Faser des Elastan besteht aus vielen einzelnen ihrer Art, die durch ihre eigene natürliche Klebrigkeit aneinander haften. Gerade in der Wassersportindustrie ist Elastan bzw. Lycra sehr beliebt. Da die Kleidung dort z.B. beim Tauchen sehr passgenau und elastisch sein muss, kommt der Stoff sehr oft in dieser Sparte zum Einsatz. Ferner ist Lycra atmungsaktiv, wasserabweisend und schützt den Taucher, aufgrund der selbstständigen Haftung der Fasern aneinander, vor kalten Temperaturen in tiefen Gewässern. Dieser Artikel ist ein Gastbeitrag von Markus (Verkaufsdisplay).
